Eine Tour durch Roma Norte, Mexico City

Wir laufen durch den jungen und kulturellen Stadtteil Roma Norte. Ruhiger als La Condesa ist Colonia Roma besonders für junge Leute eine der lebenswertesten Gegenden von Mexico City. An der zentralen Straße Alvaro Obregon liegen viele Restaurants, Cafés und Bars.

Pizza Franca: Paloma und Pizza mit Jessica

Die Pizzaria Franca befindet sich Ecke Alvaro Obregon und Merida. Zwischen Taquitos Frontera und dem Büro des kultigen Magazins Vice. Seit eineinhalb Jahren vor Ort, gibt es hier die beste Steinofenpizza, die ich in Mexiko bislang probiert habe. Obwohl ich hier heute einen Margarita probieren wollte, ändere ich im Gespräch mit Jessica meine Meinung.

Also einen Paloma. Der Mixdrink ist sehr erfrischend und zählt zu den beliebtesten Tequiladrinks. Jessica zeigt mir die Zubereitung. Zuerst streicht sie den Rand des Glasses mit einer Limette ein. Und wendet den Rand im grobkörnigen Salz. Salz öffnet den Gaumen für mehr Geschmack. Als nächstes die Eiswürfel. Und dann der Tequilashot. Das sind 2 OZ und ungefährt 6 CL. Jose Cuervo Tradicional. Tequila Reposado. Jetzt füllt Jessica das Glas mit Fresca auf, einem sehr leckeren Erfrischungsgetränk mit Grapefruit. Fertig ist der spritzige Tequiladrink!

Si el Mezcal no tiene un processo artesanal, no es Mezcal.

Nicht weit liegt die Bar El Palenquito. Hier bin ich mit Brian verabredet. Auf der Bank vor der Bar sitzt Paco und empfängt mich. Paco ist „Chilango“. Kommt also aus Mexico City. Erfahren wir mehr über den trendigen Mezcal. Eigentlich boomt Mezcal seit 10 Jahren. Am stärksten in den Stadtteilen Roma, La Condesa, Polanco und im Zentrum von Mexico City. Daneben in den Regionen Puebla, Guerrero und Michoacan.

Mezcal ist etwas für Puristen. Der Prozess ist weniger industrialisiert, als beim Tequila. Und ein Mezcal wird immer pur genossen. Die Herstellung ist ähnlich. Agave, Ofen, Fermentierung, Destillierung. Allerdings wird nicht nur die Weber Agave, wie beim Tequila, verwendet. In Mexiko gibt es bis zu 200 verschiedene Agaven. Daher gibt es größere Unterschiede beim Mezcal. Zehn Regionen dürfen ihre Produkte Mezcal bezeichnen. Da die Agaven 7-12 Jahre wachsen, bevor die Pflanze verwendet wird, gibt es Engpässe. Die Produktion wird fast immer stark minimiert. Ein Mezcal hat mindestens 45% Alkohol und maximal 55%.

Gemeinsam mit Brian, Loren, Paco und Rafael probiere ich unterschiedliche Mezcals. Vor dem Genuss nimmt man eine Orangenscheibe. Dem Mezcal schmeckt man deutlicher die herben Noten der Agave ab. Den außergewöhnlichsten Mezcal gibt es am Schluss. Einen Mezcal Pechuga (Hähnchenbrust). Der Destillierung werden eine Hähnchenbrust und Früchte beigefügt. Einen Mezcal Pechuga genießt man mit einem Glas Tee. Das macht einen sehr runden und sanften Geschmack.

Tequila und Sangrita im Felix

Das Felix liegt ebenfalls auf der Alvaro Obregon. Sowohl das Restaurant als die Bar sind sehr gut besucht. Ein trendiges Publikum nimmt innen Platz ein beziehungsweise steht auf der Straße vor der Bar. Hier habe ich mich mit Javier verabredet. Und möchte die Sangrita probieren. Die Sangrita trinkt man zum Tequila. Also kein Mixdrink. Eine Sangrita wird aus Tomatensaft, Limette, Organgensaft, Tabasco, Worcestershire Sauce, Magie und Pfeffer. Und wird mit einer Gurkenscheibe serviert.

Wer gerne ausgeht und doch dem großen Trubel entgehen möchte, kommt in Colonia Roma auf seine Kosten. Wieder viel erlebt und viel gelernt. Mein Favorit ist Paloma. Auch wenn ich dem Mezcal jetzt aufgrund der differenzierten Geschmäcker der Agave deutlich mehr abgewinnen kann.

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