Die Legende von Mayahuel in der aztekischen Mythologie

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Die Legende von Mayahuel in der aztekischen Mythologie

Heute wollen wir einen Einblick in die aztekische Mythologie gewinnen. Und dabei der Frage nachgehen: Wer ist Mayahuel? Dazu müssen wir etwas in die Geschichte einsteigen und zunächst verstehen: Wer waren die Azteken? Dann können wir uns mit der Rolle der Agavenpflanze in der prähispanischen Kultur auseinandersetzen. Und werden am Ende merken, dass die Legende um Mayahuel ein kleines Rätsel bleibt.

Wer ist Mayahuel?

Mayahuel ist eine Gottheit aus der Mythologie der Azteken, die eng mit Fruchtbarkeit und Nahrung verbunden ist. Sie wird besonders als Göttin der Agave verehrt, aus der auch Pulque, ein traditionelles mexikanisches alkoholisches Getränk, hergestellt wird.

Mayahuel wird oft als Symbol für Fruchtbarkeit und weibliche Schaffenskraft dargestellt. In der aztekischen Mythologie hat Mayahuel eine bemerkenswerte Geschichte: Sie ist auch bekannt für ihre Rolle in der Legende von Quetzalcoatl, einem der wichtigsten aztekischen Götter. Laut der Legende entführt Quetzalcoatl Mayahuel aus dem Himmel, wo sie unter der Aufsicht ihrer Großmutter lebte. Zusammen fliehen sie auf die Erde, um ihre Liebe frei zu leben.

Als ihre wütende Großmutter sie jedoch findet, tötet sie Mayahuel. Aus Trauer pflanzt Quetzalcoatl die Überreste von Mayahuel in die Erde, woraus die erste Agave wächst. Quetzalcoatl lehrt dann die Menschen, wie man Pulque aus der Agave herstellt, um Mayahuels Erbe zu ehren und zu gedenken. So verkörpert Mayahuel nicht nur die physische Quelle des Pulque, sondern auch ein tiefes kulturelles Symbol für Leben, Tod und Wiedergeburt. 

Es gilt jedoch zu beachten, dass es verschiedene Varianten dieser Legende gibt. Daher wollen wir im Weiteren zunächst klären: Wer waren die Azteken? Was wissen wir über die kulturelle Bedeutung der Agaven und woher stammen die Überlieferungen?

Wer waren die Azteken?

Die Azteken waren ein mächtiges Volk, das im zentralen Teil des heutigen Mexikos vom 14. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts lebte. Ihre Zivilisation war geprägt durch ausgeklügelte soziale, politische und religiöse Strukturen.

Die Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlán, lag auf einer Insel im Texcoco-See und war das Zentrum ihres Imperiums. Diese Stadt war bekannt für ihre beeindruckenden Tempel, Paläste und öffentlichen Plätze, die durch ein Netzwerk von Kanälen und Brücken verbunden waren.

Die Azteken waren auch für ihre landwirtschaftlichen Innovationen bekannt, insbesondere für die Entwicklung der Chinampas oder „schwimmenden Gärten“, die eine intensive landwirtschaftliche Produktion ermöglichten. Ihre Wirtschaft basierte auf Landwirtschaft, Handwerk und Handel.

Die Gesellschaft der Azteken war streng hierarchisch organisiert. An der Spitze stand der Herrscher oder „Tlatoani“, gefolgt von Adeligen, Priestern, Kriegern, Kaufleuten und Handwerkern. Die Mehrheit der Bevölkerung bestand aus Bauern. Religiös waren die Azteken polytheistisch und verehrten zahlreiche Götter, darunter Huitzilopochtli, den Sonnen- und Kriegsgott, und Tlaloc, den Regengott. 

Die Azteken erlebten ihren Untergang im frühen 16. Jahrhundert, als der spanische Konquistador Hernán Cortés 1519 in Mexiko landete. Durch eine Kombination aus militärischer Überlegenheit, Allianzen mit lokalen Feinden der Azteken und der Ausbreitung von europäischen Krankheiten, gelang es den Spaniern, Tenochtitlán 1521 zu erobern und das Aztekenreich zu zerstören.

Was hat das mit Tequila zu tun?

Tequila wird aus Agaven hergestellt. Die Maguey-Pflanze gehört zur Familie der Agaven und ist bekannt für ihre vielfältigen Nutzungen. Sie hatte eine enorm wichtige kulturelle Rolle im prähispanischen Mexiko, insbesondere bei den Azteken und anderen mesoamerikanischen Kulturen. Ein Kulturraum, der Zentral- und Süd-Mexiko sowie fast ganz Zentralamerika umfasst, einschließlich Belize, Guatemala, El Salvador und Honduras. Die Bedeutung der Agaven reichte weit über die Nutzung als Nahrungsquelle hinaus und umfasste sowohl wirtschaftliche als auch rituelle Aspekte.

  1. Nahrung und Getränk: Der wohl bekannteste Beitrag der Maguey-Pflanze ist die Herstellung von Pulque, einem fermentierten Getränk, das aus dem Saft der Pflanze gewonnen wird. Pulque hatte auch eine rituelle Bedeutung und wurde bei verschiedenen Zeremonien und Festen konsumiert.
  2. Textilien und Werkzeuge: Die Fasern der Maguey-Pflanze wurden zur Herstellung von Seilen, Netzen, Matten und Kleidung verwendet. Diese Produkte waren sowohl im täglichen Leben als auch im Handel von großer Bedeutung.
  3. Medizin: Teile der Maguey-Pflanze wurden in der traditionellen Medizin verwendet, um eine Reihe von Beschwerden zu behandeln, einschließlich Wunden und Entzündungen.
  4. Bau- und Brennmaterial: Die stacheligen Blätter und der robuste Stamm der Maguey wurden auch als Baumaterial und Brennstoff verwendet.
  5. Symbolische und rituelle Bedeutung: Maguey war tief in der Mythologie und den Ritualen verankert, insbesondere durch die Verbindung zur Göttin Mayahuel, der Göttin der Fruchtbarkeit und der Agave. 

Insgesamt war die Maguey-Pflanze für die prähispanischen Kulturen Mexikos ein zentraler Bestandteil des Lebens und eine Schlüsselressource, die weit über ihren unmittelbaren praktischen Nutzen hinausging. Ihre Vielseitigkeit und ihre Bedeutung in verschiedenen Lebensbereichen machten sie zu einem unverzichtbaren Teil der mesoamerikanischen Zivilisationen.

Woher stammen die Überlieferungen?

Die Geschichte von Mayahuel und andere Aspekte der aztekischen Mythologie stammen hauptsächlich aus verschiedenen vorkolonialen und kolonialen schriftlichen Quellen sowie aus mündlichen Überlieferungen. 

  1. Codices: Diese alten illustrierten Manuskripte der Azteken und anderer mesoamerikanischer Völker sind wichtige Quellen für das Verständnis ihrer Mythologie, Rituale und Geschichte. 
  2. Schriftliche Aufzeichnungen von spanischen Chronisten: Nach der Eroberung Mexikos durch die Spanier dokumentierten spanische Chronisten und Missionare umfangreich die Kultur, Religion und Geschichte der Azteken. 
  3. Archäologische Funde: Artefakte, Tempelruinen und andere archäologische Stätten liefern physische Beweise für die Verehrung bestimmter Gottheiten und die Durchführung bestimmter Rituale, einschließlich solcher, die mit Mayahuel und der Maguey-Pflanze verbunden sind.
  4. Mündliche Traditionen: Einige Aspekte der aztekischen Mythologie, einschließlich Geschichten über Mayahuel, wurden auch durch mündliche Traditionen weitergegeben, die von Generation zu Generation überliefert wurden.

Diese Quellen zusammen bieten ein facettenreiches Bild der aztekischen Religion und Kultur, obwohl viele Interpretationen notwendigerweise durch den Filter der spanischen und christlichen Perspektiven der Zeit gesehen werden müssen, die die Aufzeichnungen erstellten.

Die Legende von Mayahuel 

Insofern gibt es unterschiedliche Varianten der eingangs erwähnten Legende. Eine weitere Fassung lautet entsprechend wie folgt: 

Eine junge und schöne Göttin namens Mayahuel, lebte eingeschlossen und fern von den anderen Göttern, weil ihre Großmutter sie eifersüchtig behütete. Sie besaß eine magische Pflanze, die Freude und andere Gaben den Menschen bringen würde. Die Götter beauftragten Quetzalcóatl mit der Mission, diese Pflanze zu erlangen, damit sie mit den Menschen geteilt werden konnte. Geschickt überzeugte dieser Gott sie mit seinen sanften Worten, ungeachtet des Risikos der Wut der Großmutter. Auf der Flucht verliebten sich die Götter und beschlossen, ihre ewige Liebe zu leben, jedoch endete dieses Glück, als sie bemerkten, dass Mayahuels Brüder sie verfolgten. Um nicht gefunden zu werden, entschied Mayahuel, dass sowohl sie als auch Quetzalcóatl die Form ihrer magischen Pflanze annehmen sollten. Ihre Brüder identifizierten aber ihre Schwester, die sie grausam zerstörten. Quetzalcóatl, der überlebte, nahm wieder seine Gestalt an, nahm die Überreste seiner Geliebten und pflanzte sie sorgfältig und goss sie täglich mit seinen Tränen. Mit der Zeit erstand die magische Pflanze wieder auf, aber Mayahuel konnte ihre Form nicht zurückerlangen und blieb für immer in der heiligen Maguey oder Agave. 

Mayahuel laut der “Histoire du Mechique”

Nach einem anderen zentralen Text, der “Histoire du Mechique” (Geschichte Mexikos), hingegen geht die Geschichte wie folgt: 

Die Götter sagten zueinander: “Hier sehen wir, dass der Mensch bald traurig sein wird, wenn wir ihm nicht etwas zur Freude geben und damit er Geschmack am Leben auf der Erde findet und uns lobt und singt und tanzt.“ Woraufhin der Gott Ehécatl (Gott der Luft) überlegte, wo er einen Trunk finden könnte, um den Menschen Freude zu bereiten. Dabei erinnerte er sich an die jungfräuliche Göttin namens Mayáhuel und machte sich sofort auf den Weg zu ihr, die er schlafend fand. Er weckte die Jungfrau, die von ihrer Großmutter, einer Götting namens Cicímitl, behütet wurde, und sagte ihr: “Ich bin gekommen, um dich in die Welt zu bringen.“ Worauf sie sofort einwilligte, und so stiegen sie beide herab.

Sobald sie auf der Erde ankamen, verwandelten sich beide in einen Baum mit zwei Ästen, einer hieß Quetzalhuéxotl, das war der von Ehécatl, und der andere Xochicuáhuitl, das war der der Jungfrau. Währenddessen schlief ihre Großmutter. Als sie erwachte und ihre Enkelin nicht fand, rief sie sofort andere Göttinnen, die Cicimime genannt werden. Sie stiegen zur Erde hinab, um Ehécatl zu suchen. Sie entdeckten dann den Ast der Jungfrau. Den die alte Göttin nahm und brach und jeder der anderen Göttinnen ein Stück gab. Nur den Ast von Ehécatl brachen sie nicht, sondern ließen ihn dort. Als die Göttinnen wieder zum Himmel aufstiegen, nahm dieser seine ursprüngliche Form von Ehécatl wieder an, sammelte die Knochen der Jungfrau und begrub sie, woraus ein Baum wuchs, den sie Metl nennen, aus dem die Indianer einen Trunk machen, den sie trinken und [mit dem] sie sich betrinken.

Die Entdeckung von Mayahuel

Dies ist tatsächlich die erste Erwähnung des Namens Mayahuel. Der Text  findet sich in dem französischsprachigen Manuskript („Histoire du Mechique“), das aus dem Spanischen im 16. Jahrhundert übersetzt wurde. Sowohl der Autor des Originaltextes auf Spanisch, sowie der Übersetzer ins Französische sind unbekannt, aber der später säkularisierte Franziskaner André Thevet erscheint als Besitzer und Unterzeichner dieses Dokuments, das sich heute in der Nationalbibliothek von Frankreich befindet.

Die Erstellung des Textes kann auf ein Datum nach 1546 datiert werden. „Histoire du Mechique“ kann als ein Text betrachtet werden, der aus sorgfältiger Lektüre zu ideologisch-religiösen Zwecken entstand, die die Geschichte eines Volkes interpretierte, das gerade christianisiert wurde und dessen kulturelle Weltanschauung kaum verstanden wurde. Darüber hinaus wurde die Originalversion in Spanisch ins Französische übersetzt, ohne Kenntnisse des historischen Nahuatl, dessen grammatikalischer Inhalt manchmal schwer zu verstehen war, sodass zahlreiche orthographische Fehler und Alliterationen entstanden sein könnten.

Werfen wir also die Stelle, an der Mayahuel zum ersten Mal erscheint, als die Schöpfergötter darüber nachdenken, der Menschheit etwas zu geben, das ihnen Glück bringt: „Siehe, der Mensch wird sehr traurig sein, wenn wir nicht etwas tun, um ihn zu erfreuen, damit er Freude daran findet, auf der Erde zu leben und uns zu loben, zu singen und zu tanzen“.

Später im Text erwähnt der Schriftsteller, dass das menschliche Glück mit „irgendeinem Likör, den man dem Menschen geben könnte, um ihn zu erfreuen“ erfüllt werden könnte, was eher eine voreingenommene Interpretation des Autors zu sein scheint, indem er das Glück auf den Konsum eines alkoholischen Getränks beschränkt, indem er es einem nicht-christlichen Volk zuschreibt, das häufig bei seinen Festen, Tänzen und Exzessen unbeherrscht war.

Hier sei angemerkt, dass der zivilisierende Gott Ehécatl-Quetzalcóatl, eine der grundlegenden göttlichen Kräfte, daran gedacht hat, den Menschen eine unerschöpfliche Quelle von unendlich vielen Nutzen zu bieten, die den täglichen Bedarf an Nahrung (Honig, Essig, Blumen), Kleidung (Decken, Seile, Nadeln, Faden) und Wohnraum (Schüsseln, Behälter, Baumstämme, Ziegel) decken würden, sowie Papier für die Codices. Diese Quelle war die Agave, die auch ein Symbol für den immer mühevollen, aber edlen Beruf der Landwirtschaft in Mesoamerika war.

Der Text fügt den Namen der Göttin des Maguey zum ersten und einzigen Mal ein, als Ehécatl sich „an eine jungfräuliche Göttin namens Mayahuel“ erinnerte (en quoy pensant luy vint a la memoire une deesse vierge nomee Mayauetl), wie es im französischen Text falsch geschrieben steht. 

Mayahuel heißt besser Meyehual

Unter Historikern gilt es heute als fragwürdig, warum das Wort Mayahuel nicht korrigiert wurde, und dass sogar bedeutende Kenner des Nahuatl es so belassen haben. Es gilt als sicher, dass es bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts im Falle der „Histoire du Mechique“ falsch war, was durch die Unkenntnis der syntaktischen Zusammensetzung des Nahuatl zu diesem Zeitpunkt erklärt werden kann. Es bleibt jedoch unklar, warum der Wortlaut in späteren Texten weiter verwendet wurde.

Lange Zeit später, bereits im 20. Jahrhundert, kam es sowohl in der Interpretation als auch in der Methode, wie übersetzt wurde, zu einer Veränderung durch den Beitrag des Vaters Ángel María Garibay, der 1945 in einer kleinen, aber wichtigen analytischen Studie der Texte des 16. Jahrhunderts, betitelt „Épica náhuatl“, folgendes zum Ausdruck brachte.

„Bedauerlicherweise wurde das, was nur die Verschriftlichung der heroischen Legende war, die von den Troubadouren und Cuicanime der Höfe von Texcoco, Tenochtitlan und Tlaxcala oder Huexotzinco gesungen wurde, als historisches Dokument genommen.“

Das ist zutreffend für den besonderen Fall der Legende von Mayahuel, die das Imaginäre von Historikern, Archäologen und Anthropologen beeinflusst hat, als wäre es eine echte Begebenheit, nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch wegen der Grammatik in den Texten, obwohl es eher eine schöne literarische Metapher der mesoamerikanischen Völker ist, um die Entdeckung von Agave und ihre verschiedenen Nutzungen und Vorteile zu erklären. So ist die heute populäre Idee, dass Mayahuel die Göttin der Trunkenheit ist, reine Fiktion.

Der wahre Name ist also derjenige, der von der Nahuatl-Wurzel Metl (Maguey oder Agave) und Yahualli (umgeben) stammt und folglich Meyahuel oder Meyehual ergibt, was in Verbindung „der Magueykreis“ oder „das, was die Maguey umgibt“ bedeutet, dessen Interpretation der göttliche Geist wäre, der die Pflanze umgibt oder darin vorkommt. Dies lässt sich mit der Existenz eines ursprünglichen Dorfes in Iztapalapa bestätigen, das heute den Namen „Ort dessen, der den Maguey umgibt“ oder „Ort der Göttin Meyehual“ trägt, was die Nachbarschaft Santa Cruz Meyehualco in Mexico City ist.

Was sagt uns das jetzt?

Mayahuel, eine Gottheit aus der Mythologie der Azteken, wird eng mit Fruchtbarkeit verbunden und gilt besonders als Göttin der Agave. Speziell der Maguey. Die Maguey-Pflanze (aus der Agavenfamilie) hatte einen enorm hohen Stellenwert in der prähispanischen Kultur im mesoamerikanischen Kulturraum. Vor allem aufgrund des vielfältigen Nutzens, der weit über die Zubereitung von Pulque hinausging, ob als Rohstoff für Textilien, Werkzeuge, Medizin, Baumaterial oder durch die rituelle Bedeutung.

Die heutige Legende stützt sich weitgehend auf Texte der frühen Chronisten. Auf der einen Seite haben sich dabei sprachliche Fehler eingeschlichen. Und auf der anderen Seite muss der Kontext der Christianisierung verstanden werden. Es gibt heute Hinweise darauf, dass der ursprüngliche Name von Mayahuel besser mit Meyehual übersetzt werden würde, was so viel wie “das, was die Maguey umgibt” bedeutet. 

Mayahuel wird auch zur Göttin der Trunkenheit gemacht. Das ist scheint aber eher ein Fehler der Geschichtsschreibung. Und würde auch in Bezug auf die Legende nicht richtig Sinn ergeben und den ursprünglichen Wunsch der Götter (den Menschen eine Freude zu bereiten) zu kurz auffassen, wenn man die umfassenden Nutzeigenschaften der Maguey-Pflanze bedenkt.

Die Legende von Mayahuel wird je nach Text und Überlieferung leicht unterschiedlich erzählt. Allen Geschichten gemeinsam ist aber, dass die aztekische Gottheit Quetzalcoatl die jungfräuliche Götting Mayahuel im Himmel auffand, wo sie von ihrer Großmutter behütet und verborgen gehalten wurde. Beide verliebten sich und flohen auf die Erde. Die Großmutter erzürnte und ließ sie suchen. Woraufhin sie Mayahuel fanden, ob in Form eines Astes getarnt oder auch nicht. Auf jeden Fall gab es mächtig Ärger. Und am Ende entstand aus den Überresten von Mayahuel und unter großem Kummer von Quetzalcoatl die Maguey-Pflanze. Und bereicherte fortan die Menschheit in ihren vielfältigen Formen.

Quellen

https://www.ngenespanol.com/historia/ella-es-mayahuel-la-deidad-mexica-del-maguey-y-del-pulque/
https://www.gob.mx/senasica/articulos/un-regalo-de-los-dioses-el-agave
https://arqueologiamexicana.mx/mexico-antiguo/el-mito-del-origen-del-maguey
https://relatosehistorias.mx/nuestras-historias/mayahuel-no-es-la-diosa-del-maguey

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